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07.01.14 - 09:16 Uhr

Richtiges Lüften verringert die Risiken von Schimmel und Wärmebrücken

„Wenn draußen die Temperaturen weiter fallen, laufen in den Häusern die Heizungen auf Hochtouren. Um möglichst sparsam mit der teuren Energie umzugehen, wird oftmals das Lüften der Wohnräume vermieden. Das aber birgt das Risiko, dass sich Schimmel bildet“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Nur richtiges Lüften kann dem entgegenwirken. Menschen, Tiere und Zimmerpflanzen geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Das geschieht auch, wenn gekocht, geduscht oder geputzt wird. Allein ein Dreipersonenhaushalt produziert täglich circa acht Liter Wasser. Die Feuchtigkeit kondensiert bei geschlossenen Fenstern an der kältesten Stelle aus, meist an den Außenwänden und kann dort zu Schimmelbildung führen. Um dem vorzubeugen, sollten zwei bis drei Mal am Tag für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit geöffnet werden. Die Heizungsventile sind vorher zu schließen. So wird warme Innenluft, die mit Feuchtigkeit gesättigt ist, gegen kalte und trockene Luft von außen ausgetauscht und dabei der Energieverbrauch gering gehalten. Denn es braucht erheblich weniger Energie, trockene Luft aufzuwärmen als feuchte. „Mit einem Hygrometer, am besten kombiniert mit einen Thermometer, lässt die die Luftfeuchtigkeit in den Räumen gut kontrollieren. Ein gutes Raumklima liegt bei 55 Prozent und 21 Grad Celsius. Liegt der Wert über 60 Prozent und sinkt die Raumtemperatur, steigt das Risiko der Schimmelbildung. Unter 35 Prozent sollte die Luftfeuchtigkeit aber auch nicht zurückgehen, weil das die Atemwege austrocknet und der Gesundheit abträglich ist“, rät man beim Mieterverein.

Mit dem immer noch verbreiteten Kipplüften hingegen erneuere sich die Luft nur langsam. Aber der Raum kühlt aus und der Energieverbrauch steigt. Noch effizienter als das Stoßlüften sei das Querlüften: Müssen mehrere Räume in einem Haushalt gleichzeitig gelüftet werden, ist es sinnvoll, die Türen der Räume ebenfalls zu öffnen und Durchzug zu erzeugen. Soll allerdings nur ein Raum gelüftet werden, ist es ratsam, die Türe geschlossen zu halten, damit sich die Feuchtigkeit nicht in andere Räume verteilen kann.

„Zeigen sich trotz ausreichender Lüftung feuchte Stellen an der Wand, bestehen dort möglicherweise Wärmebrücken. Das sind all diejenigen Bereiche der Gebäudehülle, an denen mehr Energie nach außen verloren geht als über den Rest der Fassade. Wärmebrücken bilden sich häufig in den Raumecken, an den Übergängen von Wand und Fenster, in Heizkörpernischen oder an Rolladenkästen. Sie können schwere Bauschäden verursachen. Die entsprechenden Stellen müssen fachgerecht gedämmt werden“, so Kaisers. Dazu finde man Experten in der Datenbank: www.energie-effizienz-experten.de