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24.11.11 - 17:16 Uhr

Mieterverein bezieht Position zur Gaspreisanhebung der SWG

“Angesichts der Preisanhebung der Stadtwerke Gießen AG (SWG) beim Gastarif Thermo Fix 11 zum 1.1.2012 kann man den Verbrauchern nur wieder den Rat geben, sich nach einem preisgünstigeren Anbieter umzusehen. Und davon gibt es etliche seriöse, die weder Vorauskasse noch Kaution verlangen”, meint der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Seit der Liberalisierung des Gasmarktes hätten nur 25 Prozent der Gaskunden von ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Energielieferanten zu wechseln. Viele wüssten gar nicht, dass es teilweise beträchtliche Preisunterschiede gebe. Kaisers verweist auf die erst kürzlich erfolgte Ankündigung der Bundesnetzagentur, dass die Regeln für den Anbieterwechsel bei Strom und Gas zum 1.4.2012 deutlich verbessert würden. Der Wechsel dürfe dann nur noch drei Wochen betragen und er könne an jedem beliebigen Werktag beginnen, nicht wie bisher am Monatsersten. Der Kunde müsse nur dem neuen Anbieter mitteilen, dass er zu ihm wechseln wolle und dann werde von dort alles Weitere eingeleitet. Angst vor einer Lieferunterbrechung müsse niemand haben.

Beim Mieterverein gibt man auch den Rat, beim eigenen Heizverhalten noch nach Einsparpotentialen zu suchen, um den Verbrauch zu reduzieren. Dazu  einige Tipps :

Sparsames Heizen beginnt mit einer einfachen Frage: „In welchen Räumen will ich welche Temperatur haben?“ Dies hänge in erster Linie von der Nutzung des jeweiligen Zimmers ab. In Räumen, in denen man sich ohnehin weniger aufhalte, könne man die Heizkörper niedriger einstellen. Als Orientierung gibt man beim Mieterverein 20° Celsius für Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer und 22° für das Bad an. Im Schlafzimmer reichten schon 16° - 18°. Auch für die Küche brauche man nicht wesentlich mehr, weil dort zusätzlich Wärme beim Kochen entstehe.

Damit sich die Wärme nicht wieder gleichmäßig in der ganzen Wohnung verbreitet, müssten die Türen zwischen den Zimmern am besten geschlossen bleiben. Nachts, wenn die Kälte in die Wohnung ziehe, sollte man sie sich abschotten, z. B. die Rollladen schließen. „Bei alten Fenstern kann man schwere, dichte Vorhänge davorhängen. Gerade in einem Altbau geht sehr viel Heizenergie durch die Fenster verloren“, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers. Heizkörper sollten frei stehen, damit die Wärmeabgabe nicht behindert werde. Wer für längere Zeit die Wohnung verlasse, sollte die Heizung herunterfahren. Schon wenige Grad würden sich später in der Abrechnung bemerkbar machen. „Über den Tag lohnt es sich durchaus, wenn man die Thermostate auf Stufe 1 oder 2 stellt“, erläutert Kaisers.

Auch in der Nacht sollte die Heizung heruntergefahren werden. „Allerdings darf die Raumtemperatur nicht unter 16° fallen. Um die Wohnung wieder warm zu bekommen, ist dann noch mehr Energie nötig. Und man kann auch am falschen Ende sparen. Aus Angst, Wärme zu verschwenden, kommt in vielen Wohnungen das Lüften zu kurz“, warnt Kaisers. Werde aber die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft nicht ins Freie gelassen, kondensiere sie an den Wänden und Decken aus und es bilde sich sehr schnell Schimmel. Gerade im Bad, in der Küche und im Schlafzimmer sollte man deshalb täglich mehrfach lüften. Am effektivsten gehe das mit der Herstellung von Durchzug in der Wohnung. Dazu reichten  5 – 10 Minuten vollkommen aus. Die Wände kühlten bei diesem Lüftungsverfahren nicht aus, anders als bei dem stundenlangen Lüften mit geklapptem Fenster.