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17.06.14 - 17:10 Uhr

Mieterverein begrüßt Kehrtwende des Magistrats bei der Mietbremse

„Damit kann in Gießen dann auch die sog. „Mietpreisbremse“ gelten, nach der die Miete bei Wohnungen im Bestand zukünftig nicht 20 Prozent, sondern nur noch 15 Prozent in drei Jahren ansteigen darf. Ferner soll für die Dauer von fünf Jahren bei Wiedervermietung von Wohnraum die Mieterhöhungsmöglichkeiten auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt werden.Die Mietpreisdämpfung soll an einen Maßnahmenplan zur Behebung des Wohnungsmangels gekoppelt sein“, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers.

„In den vergangenen 20 Jahren sind die Wohnungsneubauzahlen stark gefallen. Gleichzeitig ist die Zahl der Haushalte gestiegen, sind immer mehr Menschen in die Städte und Ballungsgebiete gezogen, so auch in Gießen. Es gibt beim Wohnungsbau also einen großen Nachholbedarf. Das über Jahre gewachsene Defizit kann nicht von heute auf morgen abgebaut werden. Erst seit etwa drei Jahren wird wieder mehr gebaut in Deutschland.

Schon jetzt bezahlen die Bürger ein Drittel und oft noch weit mehr ihres Einkommens für die Wohnung. Die Mietpreisbremse wird nicht zu niedrigen Mieten im Wohnungsbestand führen. Ziel ist es aber, damit Marktauswüchse zu begrenzen. Heute können Vermieter, wenn sie ihre Wohnung wiedervermieten, nehmen, was sie wollen. Das darf aber nicht sein. Hier brauchen wir Spielregeln. Die Wiedervermietungsmieten müssen zumindest so lange gedeckelt werden, wie Angebot und Nachfrage auf verengten Wohnungsmärkten nicht im Einklang stehen“, heißt es in der Erklärung des Mietervereins.