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23.11.13 - 10:24 Uhr

Deutsche Annington probt bei ihren Mietern neues Inkassoverfahren

 

Mieter der Deutschen Annington, die nicht selten Mängel in ihrer Wohnung beklagen oder wegen fehlender Belegeinsicht Nebenkostennachforderungen zurückverlangen , wehren sich dagegen , indem sie auf Anraten des Mietervereins die Abrechnung anfechten und teilweise die Miete mindern. Das ist ihr gutes Recht. Seit neustem erhalten sie dann ein Schreiben der Deutsche Soziale Wohnen GmbH mit dem Betreff „Sozialmanagement zur Vermeidung des Wohnungsverlustes“. Darin wird der Besuch eines „Sozialmanagers“ angekündigt, der eine „Lösung für die ausstehenden Zahlungen finden“ soll. „Die Beratung ist für Sie kostenfrei“, heißt es wörtlich. Mit Verweis auf einen Mietrückstand, der den Wohnungsverlust zur Folge haben könne, wird der Mieter unter Druck gesetzt und zu einer Lösung des Problems gedrängt. Erscheint dann der Sozialmanager, zieht er im Gespräch schnell ein Formular aus der Tasche und ermuntert die Mieter zur Unterschrift. Damit aber erkennt der Mieter die unberechtigten Forderungen der Deutschen Annington oftmals an.

Der Mieterverein kritisiert das Vorgehen als vermessen. Anstatt für ihre Mieter korrekte Betriebskostenabrechnungen zu erstellen, ihnen Belegeinsicht zu gewähren und Wohnungsmängel zügig und von einem ortsansässigen Fachbetrieb beseitigen zu lassen (der Hausmeister sitzt in Frankfurt), greift die Deutsche Annington zu zweifelhaften Methoden, um ihre Interessen durchzusetzen.