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23.11.13 - 10:45 Uhr

Mieterverein begrüßt stabile Energiepreise bei den Stadtwerken Gießen

 

Am Knausern beim Stromverbrauch gehe kein Weg vorbei. Erst dann könne die Rechnung deutlich gedrückt werden. Dabei gilt es aber, gegen Gewohnheiten anzukämpfen: wer Toaster, Kaffeemaschine oder Wasserkocher gleich nach Gebrauch vom Netz trennt, indem er den Stecker zieht, spart Strom. Beim Fernsehgerät, beim Sat-Empfänger, bei Waschmaschine oder Computer kann man eine schaltbare Steckerleiste benutzen. Nach dem Ausschalten kann dann kein Strom mehr fließen. Das ist wichtig, denn fast alle elektrischen Geräte ziehen heute permanent kleine Mengen Strom, auch wenn sie nicht aktiv sind, selbst das Ladegerät fürs Handy. Ein Drei-Personen-Haushalt kann so fast 90 Euro pro Jahr einsparen. Die Deutschen verpulvern allein mit dem Stand-By-Betrieb, also mit der ständigen Bereitschaft ihrer elektrischen Geräte daheim, Energie für 3,3 Mrd. Euro im Jahr.

Wer kann den Anbieter wechseln? Jeder, der einen eigenen Stromvertrag hat. Das gilt auch für Studenten oder Senioren im Wohnheim. Mieter ohne Etagenheizung können bei ihrem Vermieter anregen, nach günstigeren Tarifen zu suchen. Betriebskosten müssen laut § 560 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) dem Gebot der Wirtschaftlichkeit genüge tun.

Am stärksten rentiert sich ein Wechsel für die Bürger, die noch immer im sogenannten „Grundversorgungstarif“ stecken (meist bei den örtlichen Stadtwerken oder bei RWE) und noch nie umgestiegen sind. Sie können zu jedem x-beliebigen Tag mit einer Frist von 2 Wochen zum Monatsende aus ihrem Versorgungsvertrag aussteigen – und bestenfalls ein paar hundert Euro einsparen. Vor allem ältere Menschen stecken noch häufig im Grundversorgungstarif fest, dem meist teuersten Preisgefüge überhaupt. Wer schon einmal gewechselt hat, ist „Sonderkunde“ (im Vertrag stehen dann Begriffe von „Sonderpreis“ oder „Sondertarif“). Dann sind individuelle Laufzeiten und Fristen zu beachten, um einen günstigeren Lieferanten wählen zu können. Ein Blick in den Tarif hilft da weiter.

Beim Mieterverein empfiehlt man zum Wechsel die kostenlosen Vergleichsrechner im Internet, wie etwawww.verivox.dewww.toptarif.de,www.check24.de oder www.wer-ist-billiger.de. Ratsam ist, einen Tarif mit Preisgarantie oder Preisfixierung zu suchen, in dem die höhere EEG-Umlage schon eingerechnet ist. Aber Vorsicht: günstig ist gut. Super-Günstiges sollte jedoch links liegen gelassen werden. Billiganbieter verlangen oft Vorauskasse oder Kaution. Geht der Versorger insolvent, ist das Geld weg. Auch Festpreisangebote sind riskant. Liegt der Verbrauch darunter, verfällt der schon bezahlte Rest. Wird mehr verbraucht, muss teuer nachgekauft werden. Auch Lock-Offerten, wie ein großzügiger Willkommens-Bonus von 200 Euro oder hohe Frei-Kilowattstunden müssen unter die Lupe genommen werden. Im zweiten Vertragsjahr ohne Vorteil kommt oft der Preishammer, wenn Kunden nicht schnell wieder weiterwechseln.