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15.04.14 - 10:27 Uhr

Wie kommt es zur Schwarzfärbung der Wände ?

die Schwarzfärbung entsteht aufgrund des Zusammenspiels von Feinstaubpartikeln und Luftströmungen, heißt es beim Fraunhofer-Institut in Braunschweig:

  • Feinstaubgelangt zum Beispiel durch Haushaltsaktivitäten wie Braten, Kochen und Staubsaugen, aber auch durch das Abbrennen von Kerzen und Teelichtern in die Luft.

  • Luftströmungenzwischen warmen und kalten Bereichen in Innenräumen transportieren die unsichtbaren Feinstaubteilchen. Diese bleiben dann an Oberflächen wie Wänden, Glasscheiben und Kunststoffteilen haften. Erst wenn sich sehr viele Partikel an einer Stelle konzentrieren, werden sie mit bloßem Auge sichtbar.

Eine hohe Konzentration an Weichmachern und Lösemitteln in der Luft kann den Effekt zwar nicht auslösen, aber verstärken. Diese Chemikalien kommen unter anderem in Farben, Lacken und PVC-Belägen vor, aber auch in Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten wie Duschgels und Parfüms, Cremes und Lotionen. Die Substanzen können bewirken, dass Feinstaubpartikel verkleben.

Bei der Frage, ob hier eine Gefahr für die Gesundheit besteht, gibt das Bundesumweltamt gibt pauschal Entwarnung: Die oft "Fogging" oder "Black Magic Dust" genannte Schwarzfärbung stelle keine Belastung für die Gesundheit dar. Der Kieler Toxikologe Hermann Kruse hält es dagegen für möglich, dass Feinstaub, Weichmacher und Lösemittel in der Luft auf Dauer krank machen können. Fakt ist, dass die Auswirkungen von Feinstaub auf die Gesundheit noch nicht ausreichend erforscht sind.

Wie lässt sich die Schwarzfärbung verhindern ?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Zunächst steht eine Renovierung an, um die schwarzen Flächen zu beseitigen. Ohne weitere Maßnahmen treten die Verfärbungen aber meist schnell wieder auf. Deshalb empfehlen Wissenschaftler und Gebäudesachverständige folgende Schritte:

Der Einsatz von Raumluftfiltern (ab ca. 350 Euro) und speziellen Vliesen für die Montage an Heizkörpern kann die Feinstaubbelastung in der Luft senken.

Staubsauger sollten mit einem speziellen Filter ausgestattet werden, der den Ausstoß mikrofeiner Partikel verhindert.

Beim Renovieren schadstoffarme Farben, Lacken und Kleister verwenden, zum Beispiel mit dem Siegel "Blauer Engel".

Renovierungen in der warmen Jahreshälfte durchführen und danach viel lüften. Oft tritt die Schwarzfärbung in den kalten Monaten auf, wenn relativ wenig gelüftet wird.

Beim Heizen darauf achten, dass alle Räume etwa gleich warm sind. Temperaturunterschiede, zum Beispiel zwischen einem kühlen Schlafzimmer und einem warmen Wohnzimmer, können eine Schwarzfärbung herbeiführen.

Im Idealfall mehrmals täglich circa fünf bis zehn Minuten bei komplett geöffnetem Fenster lüften.

Keine Kerzen und Teelichter aus Paraffin verwenden. Sie geben besonders viel Feinstaub in die Luft ab. Besser sind Produkte aus Stearin und Bienenwachs.

Wenn möglich auf den ausgiebigen Einsatz von Reinigungsmitteln und Kosmetika verzichten. Sie können Chemikalien enthalten, die den schwarzen Effekt verstärken.

Wer zahlt die Renovierungskosten?

„Ähnlich wie beim Auftreten von Schimmel muss derjenige zahlen, der den Schaden verursacht hat. Die Schwarzfärbung entsteht in der Regel wegen baulicher Mängel, zum Beispiel Luftströmungen an schlecht isolierten Außenwänden. In solchen Fällen muss der Vermieter die Kosten für die Renovierung bezahlen,“ erklärt man beim Mieterverein.