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08.05.14 - 10:25 Uhr

Mieterverein weist auf steigende Mietbelastung der Seniorenhaushalte im Landkreis hin

Die Stadt Gießen gehört längst zu den Kommunen mit Wohnungsengpässen und stark steigenden Mieten. Diese Entwicklung führt dazu, dass immer öfter Menschen mit kleinem Budget aus der Stadt verdrängt werden und eine Wohnung im Umland suchen. Dort führt dann die gestiegene Nachfrage auch zu Mietsteigerungen. Und die wachsende Altersarmut verschärft die Situation noch. Altersarmut wird aber auf dem Land zukünftig stärker steigen als in den Städten. So hat etwa die Caritas im Bistum Münster schon im Jahre 2012 festgestellt, dass 2011 die Zahl der Empfänger von Grundsicherung in den Kreisen Borken und Steinfurt im Münsterland um mehr als das Doppelte gegenüber dem Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen von fünf Prozent gestiegen ist. Das ist ohne Abstriche übertragbar auf den Landkreis Gießen. Für immer mehr Senioren, insbesondere die Singles unter ihnen, die nicht über Wohneigentum verfügen, wird die Frage, wie sie ihr Dach über dem Kopf finanzieren sollen, zu einem großen Problem. Das Wohnen verschlingt bei vielen bereits heute fast 50 Prozent ihrer Rente. Da ist es völlig unverständlich, warum der Kreisausschuss sich weigert, Zahlen zur Mietsituation im Kreis vorzulegen. Die sind notwendig und die Grundlage dafür, um ein dringend notwendiges Wohnraumversorgungskonzept für den Kreis zu erstellen. Das Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und muss deshalb im Mittelpunkt einer Politik der Daseinsvorsorge stehen. Dieser Verpflichtung sollte sich auch der Kreisausschuss stellen.