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10.06.14 - 11:55 Uhr

Während der Fußball-WM gelten für Nachbarn die üblichen Ruhevorschriften

Der Mieterverein gibt dazu folgende Hinweise:


Auf private WM-Partys haben die Regeln des öffentlichen Public-Viewing keine Auswirkungen. So dürfen Fußballübertragungen im Radio oder Fernsehen grundsätzlich nur in Zimmerlautstärke gehört werden. Vor 22 Uhr ist es erlaubt, die Spiele auch im Freien zu verfolgen. Trompeten, Tröten oder Rasseln dürfen aber im Garten oder auf dem Balkon nicht zum Einsatz kommen. Wie bei jedem normalen Sommerfest gilt das Gebot der Rücksichtnahme gegenüber den Nachbarn: Die im Mietvertrag, Hausordnung oder Landes-Immissionsschutzgesetz festgelegten Ruhezeiten müssen strikt eingehalten werden, also Zeiten zwischen 13 und 15 Uhr und zwischen 22 Uhr und 7 Uhr.
Ob ein Fußballfan den Balkon beflaggen darf oder gar das Treppenhaus, richtet sich nach dem Mietvertrag, der Hausordnung und der Gemeinschaftsordnung oder der Teilungserklärung der Wohnungseigentümer. Wer auf dem Balkon einen Fahnenmast mit Halterung montieren will, braucht dazu die Erlaubnis des Vermieters bzw. der anderen Wohnungseigentümer.
Mieter dürfen durchschnittlich große Fahnen aus dem Fenster ihrer Wohnung wehen lassen. Sie müssen allerdings Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit die Fahne nicht herunterfällt und Passanten verletzt oder parkende Fahrzeuge beschädigt.
Wer selber sportlich aktiv sein will und im Garten Fußball spielt, kann das nach Belieben tun. Fliegt der Ball über den Zaun des Nachbarn, darf der den Ball nicht einkassieren. Der Nachbar muss ihn, wenn der Fußballspieler freundlich an der Haustüre anklingelt, herausgeben. Mit dieser Selbstverständlichkeit musste sich Landgericht München befassen. (LG München II, 2003, O 5454/03)