„Die Senkung des Strombedarfs und der Klimaschutz lassen sich schnell und bequem erreichen, indem ein wichtiger Bestandteil jeder Heizungsanlage, die zentrale Umwälzpumpe, erneuert wird. In Millionen deutscher Keller arbeiten noch immer völlig veraltete Heizungspumpen, die zusammen über 3 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs verbrauchen. Das entspricht dem Potential von drei Atomkraftwerken“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.
" />Gießen, den 02.02.2010
Herkömmlichen Standardpumpen, die rund um die Uhr immer mit Volllast laufen, um heißes Wasser in die Heizkörper zu drücken, würden für ein Einfamilienhaus ca. 65 Watt elektrische Leistung pro Stunde verbrauchen, egal ob es warm oder kalt ist.
Bei modernen Hocheffizienzpumpen hingegen schwanke der elektrische Verbrauch zwischen 0 und 8 Watt, selten übersteige er 10 Watt. Kaisers :\"Der Jahresstromverbrauch lässt sich so um 75 Prozent senken, das macht im genannten Beispiel 70,- Euro/Jahr aus. Und moderne Pumpe kostet incl. Einbau für ein Einfamilienhaus ca. 350 Euro.\"
Erreicht werde der Einspareffekt mit Hilfe einer inzwischen ausgereiften Technik, die mit speziellen Gleichstrommotoren und Permanentmagneten sowie einer elektronischen Regelung arbeitet. Die Drehzahl der Pumpe werde automatisch dem jeweiligen Bedarf angepasst und das Gerät laufe deshalb immer im optimalen Betriebspunkt.
Leider erst ab 2013 werde der Einsatz solch moderner Sparpumpen in ganz Europa Pflicht. Für in den Heizkessel eingebaute Aggregate gebe es dann noch eine zweijährige Übergangsfrist.
Kaisers fordert die Mieter auf, bei ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung nachzufragen, welche Pumpentechnik in ihrem Haus arbeite und meint: „Schließlich müssen Mieter die unnötig hohen Stromkosten über ihre Heizkostenabrechnung mitbezahlen. Im Heizkostenrecht gilt für den Vermieter die Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit.\"
Der Mietervereinsvorsitzende weist darauf hin, dass die Bundesregierung den Pumpenaustausch mit 25 % der Kosten über die KfW-Bank fördere. Nach ca. 3-4 Jahren habe sich eine solche Investition amortisiert und dem Klimaschutz diene sie obendrein auch.
„Für alle Hauseigentümer gibt es unter der vom Bundesumweltministerium geförderten Internet-Adresse www.sparpumpe.de die Möglichkeit, sich für den Pumpenaustausch eine individuelle Kalkulation zu erstellen. Zudem erhält man dort auch eine Liste geeigneter Pumpen und die Namen lokaler Handwerksfirmen, die sie einbauen können. Einen Antrag für den KfW-Zuschuss kann man online gleich mit ausfüllen.