Gießen, den 29.12.2008
Er rät den Verbrauchern zu einem Wechsel des Stromanbieters. Viele Firmen, die jetzt die Preise erhöhen, hätten im ersten Halbjahr 2008 Strom an den Energiebörsen gekauft – damals sei der Strom aber wegen der hohen Preise für Öl und Gas teuer gewesen. „Mittlerweile sind die Preise aber wieder stark gefallen“, erläutert Kaisers, „und die Anbieter versuchen nun, ihre Fehlspekulationen auf die Kunden abzuwälzen“. Stromkunden sollten sich das nicht gefallen lassen und er gibt den Rat : „Jetzt rentiert sich der Wechsel erst recht.“ Nur wenn die Verbraucher ihre Trägheit überwinden und Druck auf die Anbieter ausüben, könne sich auf dem Energiemarkt „die Spreu vom Weizen trennen.“ So könne in Gießen ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt auf der Basis eines Stromverbrauchs von 4000 KWh pro Jahr bei einem Anbieterwechsel bis zu 150 Euro sparen.
Klar sei, dass der Stromkunde die Finger von Lockangeboten lassen müsse, die „Vorkasse“ oder „Kaution“ verlangen. Im Falle der Pleite des Anbieters sei das Geld dann weg. Auch eine Verpflichtung vorweg, eine bestimmte Menge Strom abzunehmen, sei nicht zu empfehlen, weil jede Kilowattstunde, die man eventuell mehr verbraucht, deutlich mehr koste. Wer aber diese Fallen kenne und sie umgehe, der könne mit einem Anbieterwechsel viel Geld sparen. Laut Umfrage der Zeitschrift „Test “ unter ihren Lesern habe der Wechsel in den meisten Fällen problemlos geklappt. Warum also nicht wechseln ? Im Internet finde man z.B. bei Stromverbrauchsrechner Verivox einen geordneten Überblick über die Stromanbieter am Wohnort.
Kaisers rät allen Kunden der Stadtwerke, im Interesse eine korrekten Abrechnung, den Zählerstand am 31.12.08 zu notieren und dem Unternehmen mitzuteilen.