Giessen, den 01.12.2008
Die größte Gefahr stellt nicht so sehr das Feuer das Feuer selbst dar, sondern der hochgiftige Rauch, der innerhalb von Minuten zum Tode führen kann. Die meisten Brandopfer werden nachts im Bett überrascht, atmen den Rauch mit seinem großen Anteil an Kohlenmonoxid ein und ersticken im Schlaf - ohne jede Chance, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Als Brandschutz bewähren sich deshalb immer noch vorbeugend gute Rauchmelder, die bei einem Feuer laut piepsen und damit auch Tiefschläfer aufwecken. Doch gerade mal 36 Prozent der deutschen Privathaushalte sind mit Rauchmeldern ausgestattet.
Die mitgelieferte Batterie sollte eine Gebrauchsdauer von zehn Jahren oder mehr aufweisen.
Das Gerät muss von der VdS-Schadenverhütung GmbH geprüft sein.
Rauchwarnmelder sollten die strengen europäischen Norm DIN EN 14604 erfüllen.
Das Gerät sollte drei Jahre Garantie haben.
Empfehlenswert sind Rauchwarnmelder mit Funkausstattung, ggf. auch als Nachrüstsatz.
Es empfehlen sich Rauchmelder, die nach höchstem Industriestandard gefertigt wurden.
Rauchwarnmelder mit einer Funkvernetzung bieten ein Höchstmaß an Sicherheit. Sobald ein Melder Rauch detektiert, schlägt er Alarm und leitet das Signal an alle mit ihm vernetzten Melder weiter. Hausbewohner können alle alarmiert werden und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
In Privatwohnungen sollten Warnmelder im Flur, Schlaf- und Kinderzimmer installiert werden. Küche und Bäder haben den Nachteil, dass aufgrund der Dämpfe oft ein Fehlalarm ausgelöst wird. Für diese Räume eignen sich spezielle Wärmemelder, die bei circa 70 Grad Alarm schlagen. In Häusern sollte auf jeder Etage, im Keller sowie auf dem Dachboden ein Rauchmelder angebracht werden. Grundsätzlich gilt: je mehr, desto besser. Am besten sollte man einen Rauchmelder in der Raummitte unter der Decke anbringen, da Rauch nach oben steigt.
Rauchmelder, die das VdS Prüfsiegel tragen, haben bewiesen, dass sie sehr hohen Anforderungen genügen und sehr zuverlässig reagieren.
Rauchmelder gibt es in verschiedenen Varianten und Preiskategorien. Man kann sie zum Anschrauben an die Decke, aber auch mit magnetischen, selbstklebenden Scheiben kaufen. Neue Rauchmelder verfügen über eine intelligente Multisensor-Auswertelogik. Die Kombination von optischem Rauchsensor und Temperatursensor erkennt zum Beispiel in der Küche, ob es brennt oder nur die Nudeln überkochen. Eine hilfreiche Weiterentwicklung bieten auch Rauchmelder, die im Falle einer Funktionsstörung direkt eine Meldung an den Hausmeister oder die Wohnungsbaugesellschaft senden - ohne Brandmeldeanlage. Diese Art der Fernwartung sichert die Funktionstüchtigkeit aller Rauchmelder im Bestand. Die Preise der Rauchmelder reichen von drei bis zu über dreißig Euro.
Rauchmelder sollte man regelmäßig auf ihre Lebensdauer hin überprüfen. Lithium-Langzeitbatterien können die Melder bis zu zehn Jahre in Alarmbereitschaft halten. Viele kündigen akustisch an, wann ein Batteriewechsel notwendig ist. Gelegentlich sollte man die Melder entstauben. Grundsätzlich dürfen die Rauchmelder nicht übermalt werden, da sonst ihre Funktion gestört wird.