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Gießen, den 19.09.2008

Mieterverein begrüßt städtisches Konzept für US-Wohnungen

Endlich liege ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch, wie es mit den US-Liegenschaften weitergehen soll. Wenn schon die städtische Wohnbau, wie von ihr angestrebt, kein eigenes Kaufangebot für die Siedlungen „Dulles“ und „Marshall“ machen dürfe, weil das vom Magistrat aus nicht nachvollziehbaren Gründen unerwünscht sei, so halte man die jetzt angestrebte Lösung für die zweitbeste. Die Vivacon AG sei eine erfahrenes Unternehmen bei der Konversion von Militärflächen und keine auf unsolide Verwertung ausgerichtete „Heuschrecke“.

„Bedauerlich ist aber, dass sich die Vivacon die Filtetstücke an dem geplanten Erwerb herauspickt und die von ihr gekauften Wohneinheiten alsbaldig wieder an den Markt als Eigentumswohnungen abgeben will“, wendet Kaisers kritisch ein. Das Modell der Firma basiere auf dem „Eigentumserwerb in Erbpacht“. Der Erwerber zahle fortlaufend über eine lange Dauer einen monatlichen Erbbauzins, ohne selber Eigentümer des Grund und Bodens zu werden, auf dem das Haus stehe. Ob das bei den Kaufinteressenten großen Anklang findet, werde sich noch erweisen müssen.

Beim Mieterverein ist man der Meinung, dass die Wohnbau für die an sie gehenden 359 Wohnungen sicherlich eine zügige und gute Sanierung hinbekommen werde und mit ihr bestehe die Gewähr für eine nachhaltige und städtebauliche Entwicklung der Quartiere im Osten der Stadt. Kaisers sieht gute Chancen dafür, dass die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheit (Bima), die jetzt noch der Eigentümer ist, das schlüssige Kaufangebot der Partner Wohnbau und Vivacon berücksichtigen werde.

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