Gießen, den 10.07.2007

Mieterverein begrüßt Heizkosteneinsparung in Gießen - Anstrengungen verstärken

Das vorliegende Ergebnis müsse in jedem Falle Ansporn dazu sein, die Anstrengungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in den Gebäuden noch deutlich zu steigern. „Eine Einsparung um nur 15 Prozent in acht Jahren reicht bei weitem nicht aus, um die anspruchsvollen Ziele zu erreichen, die sich Deutschland auf dem Klimagipfel in Heiligendamm gesetzt hat“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins Gießen, Stefan Kaisers. Dort habe man beschlossen, die Energieeffizienz bis zum Jahre 2020 zu verdoppeln, das heißt um jährlich 3 Prozent zu verbessern. „Beim Gebäudebestand gibt es noch riesige Einsparpotentiale und deshalb steht ein umfassender Sanierungsbedarf an, der vor Ort, in den Kommunen, mit der Nutzung erneuerbarer Energien und den Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung kostenminimierend koordiniert werden muss“, so Kaisers. Für jeden Hauseigentümer gebe es bereits jetzt eine Palette an zinsgünstigen Finanzierungsangeboten der öffentlichen Hand. „Erster Schritt sollte aber immer sein, sich von einem Energieberater einen bedarfsorientierten Energiepass für das Haus erstellen zu lassen. Denn nur diese Form des Energieausweises gibt fachlich fundierte Informationen über die Effizienz der Heizungsanlage und der Wärmedämmung und liefert konkrete gebäudebezogene Modernisierungsempfehlungen zur Energieeinsparung“, erklärt der Mietervereinsvorsitzende. Die Energiepreise würden auch in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen, da die Reserven für die fossilen Energien in absehbarer Zeit zur Neige gehen und die weltweite Nachfrage zunimmt. Zukünftig rücke die energetische Qualität eines Gebäudes zu einem der wichtigsten Gradmesser für dessen Preis beim Verkauf oder bei der Vermietung auf.

Druckversion