Gießen, den 19.06.2007

Kritik an Energiepass-Empfehlung des Vereins \"Haus und Grund\"

Der Verein "Haus und Grund" weist in seinem Artikel die Hauseigentümer darauf hin, dass sie noch bis Jahresende die Möglichkeit hätten, sich für ihr Haus den kostengünstigen verbrauchsorientierten Energieausweis ausstellen zu lassen. "Wir halten diese Empfehlung für falsch", erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers, in einer Stellungnahme. Der verbrauchsorientierte Energieausweis sei ein Muster ohne Wert, da er nichts darüber aussagt, wieviel Energie ein Gebäude objektiv benötige. "Wenn in einem Achtfamilienhaus sieben Parteien mit der Heizeneregie sehr sparsam umgehen, eine Partei aber verschwenderisch, so ergibt sich für den Gesamtverbrauch insgesamt eine positive Bilanz. Das Haus erscheint für einen Käufer oder Mieter in einem guten Zustand, was die Energie anlangt. Leben aber acht großzügige Heizverbraucher im Haus, fällt die Betrachtung ganz anders aus", so Kaisers. Nur der bedarfsorientierte Ausweis könne, auf fachliche Aussagen eines Energieberaters gestützt, Aufschluss über den nutzerunabhängigen Energiebedarf eines Gebäudes geben . Und nur ein solcher Auusweis weise den Hauseigner auch auf die möglichen Einsparpotentiale im Haus und die zu seiner Erreichung notwendigen Innovatitionen etwa im Bereich der Dämmung, der Fenster oder verbesserter Wärmeerzeugungstechnik hin. "Um die eigentlichen Ziele im Sinne einer Energiewende zu erreichen , brauchen wir keine "verbrauchsorientierten Energieausweise light" mit zudem auch noch zehnjähriger Gültigkeit. Allein ein obligatorischer, qualitativ wertvoller, allen zugänglicher Energieausweis gibt die Initialzündung zu sinnvollen Maßnahmen der Verbesserung der Energieeffizienz", fordert der Mietervereinsvorsitzende.

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