Gießen, den 23.05.2007

Energetische Sanierung der Wohngebäude schützt das Klima und schont den Geldbeutel

Die Gebäudesanierung sei gut für das Klima, für die heimische Wirtschaft und den Geldbeutel der Bewohner der Wohnungen, aber auch für die Eigentümer. Allein im letzten Jahr seien Investitionen in Höhe von fast 11 Mrd. Euro ausgelöst worden, von denen gerade das örtliche Handwerk sehr stark profitiere, so Kaisers. „Um den Klimawandel entgegenzusteuern, müssen wir unsere CO2- Bilanz auch in den Wohngebäuden deutlich verbessern. Durch gut sanierte Gebäude verringern sich die Nebenkosten. Heiz- und Warmwasserkosten machen schließlich den größten Anteil der Wohnnebenkosten aus“, erklärt der Mietervereinsvorsitzende. Nach seinen Worten steckt in den Wohnhäusern und Bürogebäuden das größte Energiesparpotential. Fachleute gingen davon aus, dass dort ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen versucht würden. Fast 90 Prozent der Energie in Gebäuden würden für Heizung und Warmwasser verbraucht, weshalb hier großer Handlungsbedarf bestehe. Auch im Wärmemarkt müsse man stärker auf die erneuerbaren Energien setzen. Derzeit deckten sie 5,9 Prozent des Wärmebedarfs in Deutschland. Bis zu Jahre 2020 solle der Anteil auf 14 Prozent steigen. „Wir müssen sowohl durch die beschleunigte Sanierung und Dämmung der Häuser den Wärmebedarf deutlich senken als auch die noch benötigte Energie weitgehend durch Solarenergie, Biomasse oder Geothermie gewinnen“, fordert Kaisers. Das Einsparpotential bei den Gebäuden werde von den meisten Menschen immer noch erheblich unterschätzt. Bei einer Befragung unter Mitgliedern des Mietervereins hätten nur 15 Prozent gewusst, dass sich bis zu 50 Prozent der Heizkosten durch eine energetische Gebäudeverbesserung einsparen lassen. Stark unterschätzt werde auch die große Menge an klimaschädlichem CO2, die sich mit gut gedämmten Gebäuden einsparen lasse. Nach einer Untersuchung sei für eine 83 qm große Wohnung ein Einspareffekt von bis zu 500 Euro pro Jahr möglich. Rund ein Drittel der Befragten glaube jedoch, dass man nur höchstens 100 Euro in der Wohnung einsparen könne. Dagegen herrsche bei den Befragten große Einsicht darin, dass die Energiepreise zukünftig weiter ansteigen werden. So würden 88 Prozent mit weiter steigenden Preisen, 83 Prozent sogar mit einem deutlichen Preisanstieg rechnen. Nur 7 Prozent der Mieter hofften auf gleich bleibende oder gar sinkende Preise. Beim Mieterverein verweist man auf die vielen Bemühungen hin, die man als Verband unternehme, um dieses Problem stärker im Bewusstsein der Mieter und Vermieter zu verankern. „Heizkostenspiegel, Heizkostencheck und Betriebskostenspiegel helfen nicht nur, auf den Wohnungsmärkten für Transparenz zu sorgen, sondern auch die Beteiligten noch stärker für das wichtige Thema zu sensibilisieren“, sagt Kaisers und fügt hinzu : “ Für die Eigentümer wird es in Zukunft immer schwerer, ein Haus zu verkaufen oder eine Wohnung zu vermieten, die eine ungünstige Energiebilanz aufweisen “. * Anbieter ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW)

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