Gießen, den 03.03.2007

Mieterverein hält Position der Hauseigentümerzur Zukunft der US-Wohnungen für falsch

In den Aussagen zur Sache selber liege der Sprecher von „Haus und Grund“ ziemlich daneben. Den Abriss eines Teils der Wohnungen halte der Mieterverein für falsch. „Die Hauseigner haben nur ihr Profitinteresse im Blick und sind getrieben von der Angst davor, dass ein zusätzliches Wohnungsangebot den Spielraum für Mieterhöhungen in Gießen begrenzt;“ sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers, und er fügt hinzu :“Herr Bender scheint nicht zu wissen, dass es in der Stadt 2000 registrierte Interessenten für eine Sozialwohnung gibt.“ Zudem werde die demografische Entwicklung falsch interpretiert. Die Bevölkerungszahl in Hessen werde noch bis 2020 weiter steigen und erst dann zurückgehen. Viel wichtiger sei aber ein anderer Indikator : die Zahl der Haushalte. „Nur die Haushalte führen zu einer Wohnungsnachfrage. Und die Zahl der Haushalte steigt schneller als die Zahl der Bevölkerung, weil die „Versingelung“ fortschreitet“, so Kaisers. Außerdem gebe es schon jetzt eine klaren Trend weg vom Umland zurück in die Stadt. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft werde sich das noch verstärken. „Wir brauchen also auch zukünftig in Gießen ein größeres Wohnungsangebot, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen und die Mietpreise nicht ausufern zu lassen. Möglichst alle US-Wohnungen sollten in städtischen Besitz kommen, damit nach einer durchdachten Bauleitplanung familien- und altersgerechtes sowie studentisches Wohnen ermöglicht werden kann

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