Giessen, den 19.12.2006

Höhere Mehrwertsteuer trifft Mieter und Eigentümer

Zwar ist die Wohnungskaltmiete mehrwertsteuerfrei, doch bei den Betriebskosten dürfte es zu Steigerungen kommen“, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins zum Jahresende. Auf die Kosten für Öl, Gas und Strom sowie die Wartung werde die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, was sich spätestens bei der Jahresabrechnung 2007 in einer höheren Nachzahlung bemerkbar machen werde. „Wir gehen davon aus, dass die Mieter einer Wohnung von 80 qm ab Januar 2007 pro Monat mit sieben Euro Mehrbelastung rechnen müssen“, schätzt Stefan Kaisers, der Vorsitzende des Mietervereins. Nur bei den sehr seltenen Mietverträgen, in denen die Betriebskosten bereits in der Monatsmiete enthalten seien, trage der Vermieter allein die höheren Ausgaben für die Betriebskosten. „Die Regel ist aber, dass die Nebenkosten als monatliche Vorauszahlung an den Vermieter gezahlt werden und nach Ablauf der Abrechnungsperiode die Abrechnung erfolgt“, so Kaisers. Allen Beziehern von Strom und Gas, seien es Mieter oder Hauseigentümer, rät man, die Abrechnung der Stadtwerke genau zu prüfen. Denn die Zahlung der Energiekosten erfolge in Teilschritten. Das heißt : für die Lieferungen von Strom und Gas bis Ende 2006 werden 16 Prozent Mehrwertsteuer fällig, ab 2007 eben 19 Prozent. Die Empfehlung lautet deshalb : Führen Sie am Jahresende eine Kontrollablesung durch und teilen Sie den Stadtwerken den Zählerstand schriftlich mit ! Achten Sie später bei der Abrechnung darauf, dass die Mehrwertsteuern auch anteilig korrekt aufgelistet werden ! Die Zwischenablesung sei allein schon wegen der ab Januar steigenden Strompreise empfehlenswert. Werde sie nicht vorgenommen, würden die Stadtwerke aus den Verbrauchswerten einen Mittelwert errechnen, was stets zu Lasten des Kunden geht.

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