Gießen, den 28.01.2006

Mieterverein warnt : 2006 drohen noch höhere Nebenkosten !

„Die nächsten Wochen und Monate werden für viele Mieter schmerzhaft sein. Dann nämlich, wenn mit den Nebenkosten-Abrechnungen saftige Nachforderungen ins Haus flattern. Die wird es bei fast allen Abrechnungen geben.“ Bei einer 100 Quadratmeter großen und mit Öl beheizten Wohnung sei mit 300 bis 350 Euro zusätzlichen Kosten zu rechnen. Auch diejenigen, die mit Gas heizen, würden für vergangene Jahr erneut zur Kasse gebeten. Gas sei 2005 um mehr als 10 Prozent teurer geworden, beim Öl lägen die Preise sogar rund 32 Prozent höher als 2004. Und für das laufende Jahr könne leider auch keine Entwarnung gegeben werden. „Der Trend ist nicht gestoppt, die Energiepreise steigen munter weiter, das heißt, auch im Jahre 2006 werden zusätzliche Belastungen auf die Mieter aus den Energiepreiserhöhungen zukommen“, so Kaisers. So sei damit zu rechnen, dass die Vermieter für das Jahr 2006 die Vorauszahlungen kräftig anheben werden. Wegen der ausufernden Betriebskosten hätten sich die Warmmieten 2005 um rund 2,9 Prozent verteuert. Die Kaltmieten seien dagegen um nur 1 Prozent angehoben worden. Die Nebenkosten seien also längst zur „zweiten Miete“ geworden. Nach dem aktuellen Betriebskostenspiegel für Deutschland ergebe sich, dass etwa 35 Prozent der Wohnkostenbelastung nur aus Nebenkosten bestehen, das seien etwa 4 bis 5 Prozent mehr als noch im Vorjahr und auch hier sei die Tendenz deutlich steigend. „Der Mieterverein empfiehlt grundsätzlich jedem, die Abrechnung überprüfen zu lassen. Wie schätzen, dass jede zweite Nebenkostenaufstellung fehlerhaft ist“, sagt Stefan Kaisers. Ansonsten helfe nur das Energiesparen : Besonders beim Heizen und Lüften werde immer noch viel Geld buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen. Hohe Nachzahlungen ließen sich wohl vorerst nicht verhindern. Daher solle man darauf vorbereitet sein und die Ausgaben einplanen. „Ich rate allen, die es sich leisten können, schon jetzt regelmäßig ihr Sparschwein zu füttern. Man sollte so etwa 50 Euro monatlich zurücklegen, damit man auch wirklich eine gewisse Sicherheit hat, wenn die Abrechnung kommt“, meint Stefan Kaisers abschließend.

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