Giessen, den 29.08.2005
Mieterverein begrüßt die Absicht der Wohnbau zur Übernahme der US-Wohnungen
„Den amerikanischen Wohnungsbestand in die Hand eines städtischen Wohnungsunternehmens zu geben und nicht von einen großen nur kommerziell interessierten Immobilienkonzern erwerben zu lassen, halten wir für wichtig und richtig. Ebenso stimmen wir der Absicht zu, nach einem entsprechenden Umbau dort ein Angebot für altengerechtes Wohnen sowie neue Wohnmöglichkeiten für Familien und Studenten zu schaffen,“ erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.
Die „Gesellschaft für Soziales Wohnen“ (GSW) sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein ehemaliges Militärgebäude erfolgreich zu Wohnzwecken umgewidmet wurde. „Wichtig ist vor allem, dass von Beginn an einer Ghettobildung vorgebeugt wird, am besten durch eine gute Mischung hinsichtlich der Sozialstruktur und des Alters der Bewohnerschaft“, so Kaisers.
Da viele der US-Liegenschaften nicht weit vom Zentrum entfernt liegen, sei mit einer entsprechenden Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindung eine gut Ergänzung des Wohnungsbestandes in der Stadt zu erreichen. Man müsse aber sicher noch weitergehende Maßnahmen bei der Infrastruktur ins Augen fassen. Die Nachfrage nach preisgünstigem Wohnen in der Stadt werde trotz des mittelfristig zu erwartenden Bevölkerungsrückganges weiter zunehmen.
Vom Magistrat verlangt der Mieterverein, endlich ein städtebauliches Konzept für die Wohnungen vorzulegen. Die Öffentlichkeit habe angesichts der nicht unbeträchtlichen Kosten für die Umwidmung des US-Wohnungsbestandes ein Recht zu erfahren, wie man sich die Integration der Quartiere vorstelle und welche finanzielle Unterstützung die Wohnbau von der Stadt zu erwarten habe. Das Thema werde sicherlich auch im kommenden Kommunalwahlkampf eine Rolle spielen.
Kaisers weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Mieterverein schon Anfang 2004 die Stadt in einer Presseerklärung aufgefordert habe, sich zu dem Thema zu äußern. Eine Reaktion sei leider ausgeblieben.
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