Giessen, den 21.07.2005
Ölpreise treiben Heizkosten auf Rekordniveau
„Alle reden jetzt vom schönen Sommer, wir müssen auf den nächsten Winter sowie die drohenden Heizkostennachzahlungen hinweisen“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers und erklärt dazu: „Die jetzt abzurechnenden Heizkosten für das Kalenderjahr 2004 bzw. die Abrechnungsperiode 2004/05 liegen deutlich über denen des Vorjahres. Der Winter 2005 droht aber noch einmal erheblich teurer zu werden. In den letzten 12 Monaten sind die Preise für Heizöl um 46 Prozent gestiegen. Das kann je nach Witterung und Tankterminen bei einer 100 qm großen Wohnung zu Mehrkosten von durchschnittlich 250 Euro führen.“
Nach Darstellung des Mietervereins sind die Heizölpreise schon 2004 um durchschnittlich 11,4 Prozent gestiegen. Wer noch 2003 oder im ersten Quartal 2004 nachgetankt hat, hat letztlich Glück gehabt. Die Preise lagen hier bei knapp über 30 Cent pro Liter. Ab Mai 2004 kletterten die Ölpreise dann um rund 30 Prozent auf mehr als 40 Cent pro Liter. Heute müssen etwa 56 Cent pro Liter bezahlt werden. Damit haben sich die Heizkosten seit 2003 fast verdoppelt.
„Der aktuelle Rekordpreis beim Öl wird die Heizkostenabrechnungen 2005 drastisch in die Höhe treiben“, prognostiziert Kaisers. Deshalb müsse das Thema Energieeinsparung jetzt kurzfristig und energisch angepackt werden. Es reiche nicht mehr aus, über „optimale Tanktermine zu spekulieren oder immer wieder ein verändertes Nutzerverhalten, d.h. Reduzierung der Raumtemperatur, zu verlangen. Die wirklichen Einsparpotentiale seien nur durch bauliche Energiesparmaßnahmen zu erreichen. Beim Mieterverein fordert man daher :
Wir brauchen zusätzliche Modernisierungen und effektive Förderungen beim Einbau neuer Technologien, moderner Heizungsanlagen oder besserer Isolierungs- und Wärmedämmungen.
Wir brauchen mehr Transparenz über den energischen Zustand der Gebäude, mehr Informationen über durchschnittliche Verbräuche und Kosten im Haus durch den Energielos.
Kaisers verweist dazu auf die vom Bundesumweltministerium geförderte Aktion „Klima braucht Schutz“. Dort könnten sich Interessierte über das Internet ein kostenloses Gutachten zum Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes erstellen lassen. (www.klima-braucht- schutz.de)
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