Giessen, den 01.11.2004
Privathaushalte vor bösen Überraschungen -- Vierpunkte-Programm gegen explodierende Heizkosten
Beim Mieterverein rät man dazu, schon jetzt entsprechende Rücklagen für die kommende Heizkostenabrechnung zu bilden, um nicht finanziell überfordert zu sein.
Gleichzeitig setzt sich der Verein für ein Vierpunkte-Programm gegen die explodierenden Heizkosten ein :
An die Landesregierung richtet man den Appell, sich dafür einzusetzen, dass die von der Bundesregierung beabsichtigte Kürzung der Mittel für die Altbausanierung verhindert wird. „Wir brauchen dauerhaft und wirksam energetische Verbesserungen des Wohnungsbestandes, um auf diese Weise den Energiebedarf zu reduzieren“, sagt Kaisers.
Die Anstrengungen zur flächendeckenden Erstellung eines bundeseinheitlichen Energiepasses für Gebaäude müssen deutlich erhöht werden. Ein Energiepass schafft Transparenz und ist damit eine gute Grundlage für die Auswahlentscheidung beim Anmieten oder Kaufen einer Wohnung oder eines Hauses. Er vermittelt Hinweise auf notwendige Energieverbesserungen im Wohnungsbestand.
Einkommensschwachen Haushalten muss durch eine Verbesserung des Wohngeldes geholfen werden. Schon in der Heizperiode 2000/01, als die Ölpreise ebenfalls explodierten, gewährte die Bundesregierung für bedürftige Haushalte einen besonderen Heizkostenzuschuss in Höhe von 5 DM pro Quadratmeter Wohnfläche. „Wir müssen diesen Gedanken jetzt wieder aufgreifen“, sagte der Mietervereinsvorsitzende.
Jede Heizkostenabrechnung sollte kritisch geprüft werden. Hierzu steht der Mieterverein zur Verfügung. Auf der Internetseite des Mietervereins (www. mieterverein-giessen.de ) können alle Interessierten auch selbst eine Heizkosten-Check durchführen und so den Energieverbrauch in ihrem Wohnhaus abgleichen zu anderen Wohnhäusern und durchschnittlichen Energiekosten.
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